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Küst. Dik. Hart.

Küst. Dik. Hart. Würde man diesen Titel übersetzen, so spräche man von Küste, Deich und Herz. Die Bedeutung hingegen ist ungemein tiefgründiger und umschreibt die Liebe zur Küste.

Fotografisch ist dies der Versuch, ein Gefühl zu visualisieren, eine typische Atmosphäre, der man so nur an den nördlichen Küstenlinien begegnet. Dabei ist das Wetter oft eher als trist zu bezeichnen. Der Regen: Durchdringend. Der Wind: Beißend. Perfekte Gründe, sich einen Tag auf dem Sofa unter einer Decke einzumummeln.

Doch ist es genau dieses Wetter, welches einen großen Teil der Liebe zum Meer ausmacht. Wenn man im Landesinneren schon einen Sturm moniert, ist an der See gerade mal von einer leichten Brise die Rede.

Natürlich ist es nichts Verwerfliches, sich bei strahlendem Sonnenschein – demnach wohl allerbestem Wetter – die Zeit am Meer zu vertreiben. Und so irren jedes Jahr immer wieder Tausende aus den Städten an die Küstenstrände, um für eine kurze Zeit ein Gefühl von Urlaub und Entspannung zu erhaschen und dem Alltag zu entfliehen. Hand aufs Herz: Bis auf einige wenige verlorene Seelen, die noch nie das Meer gesehen haben, hat sich dieser Versuchung wohl fast jeder schon einmal hingegeben.

Ebenso nicht verwerflich ist ein seit Jahren zu beobachtendes Phänomen in der jüngeren bzw. alternativ angehauchten Kulturgesellschaft, die eine Art empirischer Affinität zu Seemannstum, Anker werfen und zur Deichliebe entwickelt hat.

Jedoch gibt es bei Regen, Sturm und abseits der Sommersaison viel mehr als nur Scharen von Menschen, die sich Meter für Meter an den Stränden breit machen, nämlich: Entspannung. Das Rauschen der Wellen. Das Krächzen der Möwen. Ein Gefühl von einer ganz speziellen Gemütlichkeit.

Aber was ist es wirklich, das den Menschen so am Meer fasziniert?

Die Anziehungskraft einer Naturgewalt, die wir nie gänzlich kontrollieren können werden? Wahrscheinlich ist es einfach nur die vermeintliche Freiheit, welche die schier unendlich wirkende Weite des Meeres suggeriert.

Eine Arbeit zum Thema »Liebe«.