dokma

Menü
  • Suche nach Inhalten

Freizeitzombies

Es gibt eine weitverbreitete Gattung von Smartphonebesitzern, welche sich oft unerwartet und unwillkürlich in Herden wiederfindet: mit mobilen Pixeln infizierte Handyzombies.

Als aufmerksamer Teilnehmer unserer Umwelt kann man sie beinahe überall entdecken: so gibt es ganze Gruppen, die sich in ihrer Freizeit zum Feiern verabreden und dann minutenlang in einer Art von Handystarre verharren, mental nahezu abgeschottet von den Abläufen in ihrer Umgebung – nicht ansprechbar. Bedenklich ist dabei nicht nur der Verlust der verbalen Konversation und der Befähigung, sich über einen längeren Zeitraum auf einer analogen Ebene konzentrieren zu können, sondern außerdem das sich einschleichende Suchtverhalten, welches das Individuum dazu zwingt, nicht vom Mobiltelefon ablassen zu können – man könnte ja etwas verpassen!

Selbst wenn die Gründe für eine vertiefte Beschäftigung mit einem mobilen Endgerät sehr mannigfaltig und oft auch unbestreitbar alltagserleichternd sind: wenn man seinen Mitmenschen unmittelbar nichts zu sagen hat und lieber mit Gleichgesinnten per Handy kommuniziert oder anderen digitalen Interaktionen frönt, sollte man sich fragen, wieso es dazu kommt.

Wie also kommt es dazu, dass sich immer mehr Menschen in die vernetzte Welt flüchten? Und ist dieser technische Fortschritt ein massiver Rückschritt für eine gesunde sozialgesellschaftliche Entwicklung?

Wie dem auch sei: all diese technischen Neuerungen sind für die Menschheit Fluch und Segen zugleich und die Zukunft wird zeigen, mit welchen digitalen Hilfen die Visionäre, Ingenieure und Architekten der digitalen Welt noch aufwarten werden.

Freizeitzombies wurde als Konzeptarbeit in Rahmen einer »24-Stunden-Aufgabe« erarbeit.